Fit für die Zukunft   23.08.08

Was für die Elektroindustrie seit 2006 gilt, trifft auch auf die Automobilindustrie zu.

 

Chrom VI-freie Verzinkungsverfahren bei der Assmann Auftragsferigung

Die EU-Elektroschrott-Richtlinie und die EU-Altauto-Richtlinie verbieten die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe und erzwingen damit Verfahrensumstellungen der Industrie. Für Kunden der Assmann Auftragsfertigung kein Problem – die Galvanikspezialisten in Leibnitz haben längst auf die neuen Verfahren umgestellt.

Tatsächlich bietet Assmann seit 1.1.2006 neue Verfahrenstechniken für das Behandeln von Aluminium und das Verzinken von Stahlteilen, die den EU-Verordnungen entsprechen und auf die Verwendung von Chrom VI, Blei, Quecksilber, Cadmium, Polybromiertem Biphenyl (PBB) sowie Polybromiertem Diphenylether (PBDE) verzichten. „Wir haben zeitgerecht in die neue Technik investiert und bieten der Industrie schon heute EU-konforme Verfahren“, erklärt Bereichsleiter Manfred Skringer. „Was aber mindestens gleich wichtig ist: wir haben auch die Kompetenz, unsere Kunden bei der Verfahrensumstellung umfassend zu beraten und professionell zu begleiten.“

Schließlich fordern neue Verfahren auch neue Tests, neue Verfahrensprotokolle, neue Erstmusterprüfberichte, neue Dokumentationen, ... „Wir haben die neuen Verfahren seit Monaten im Einsatz und wissen mittlerweile genau Bescheid, worauf bei den Umstellungsprozessen zu achten ist und welche Überprüfungsmaßnahmen wann zum Einsatz kommen müssen, um möglichst rasch einen schlüssigen Qualitätsnachweis der neuen Verfahren zu bekommen“, erklärt Skringer.

Die anfallenden Mehrkosten von 10 bis 20% gibt Assmann nur zum Teil an die Kunden weiter, „einen Teil des Mehraufwands tragen wir selbst, um die Umstellungsphase auf Kundenseite gleitend zu gestalten“, so Skringer. Dass die Kosten steigen müssen, wird einsichtig, wenn man sich vor Augen hält, dass alle Chrom-VI-freien Verfahren einen höheren Prozessaufwand und eine weitaus intensivere Prozesskontrolle erfordern, so auch die Dickschichtpassivierung. Vorteile gibt es allerdings auch: so weisen die neuen Verfahren einen wesentlich höheren Korrosionsschutz auf als die Gelbchromatierung